Don´t Honk!

Warum Wissenschaft und Technik?

Ganz einfach, weil sich dadurch ein Großteil unserer Welt erst definiert. Wissenschaft ist für mich die Arbeit der Wahrheit. Auch wenn Wissenschaftler für viele Menschen "ungewöhnlich oft" von "Irrtümern" sprechen. Es ist wichtig zu verstehen das man oft nur durch Irrtümer Zufallsentdeckungen gemacht hat und so weiter gekommen ist. Ein Beispiel aus dem Haushalt? Wenn jemand verzweifelt ein Ding sucht und an einer vollkommen anderen Stelle das Dong gefunden hat, welches er schon immer gesucht hat oder ein Deng von dem er nicht mal wusste das es existiert! Das in trocken beschrieben und in systematische Arbeit herausgefunden ist aber nicht weniger aufregend. Also interessant für mich. Ich gebe zu das es sehr krass vereinfacht ist und nicht komplett. Da gehören noch verschiedene Methodiken und arten der Bewertung bzw. Kontrollmechanismen dazu um das wahrscheinlichste Ergebnis zu erreichen und vieles vieles mehr.

Warum Technik? Weil es spannend ist wie Dinge funktionieren und wie Dinge entstehen. Weil es spannend ist Mathematik, Physik und Chemie zu nutzen um nützliches zu schaffen, auch wenn das nützliche "nur" gute Laune bedeutet.

So kurzum, ich liebe Wissenschaft und Technik. Das ganze nicht nur in der Luft und Raumfahrt, sondern in allen Bereichen. Ich möchte euch dazu einladen ein bisschen mit mir die Technik zu erkunden, fröhlich Fehler zu machen, daraus zu lernen und damit Spaß zu haben.

Freestyle Drohne #technik

Hi, Was ist eine Freestyle Drohne?

Eine "Freestyledrohne" ist im Prinzip eine kleine Drohne mit starken Motoren und guter Wendigkeit und Agilität. Dabei wird in der Regel FPV geflogen, also mit einer Kamera und einer Videobrille. Dadurch "sitzt" man virtuell auf der Drohne und kann das ganze eben aus ihrer Sicht erleben. Dazu sind die Drohnen so klein, das man durch viele Lücken und Löcher durch passt mit genug Leistung um schnell steigen zu können. Also was spannendes zum bauen. Ich habe dann ein Video auf Youtube gesehen, das eine Drohne für unter 99 Dollar beschreibt. Zugegeben die Drohne ja, aber Perepherie ist dann deutlich teurere aber dazu später mehr.

Wo darf ich fliegen, gibt's da Einschränkungen?

Wie immer:"Nein". Es gilt das Drohnengesetz und um keine falschen interprätationen zuzulassen...lest es euch am besten selber durch um euren Fall zu klären.

Hier der Link: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/LF/flyer-die-neue-drohnen-verordnung.pdf?__blob=publicationFile

Wo bekomm ich son ding nu?

Der einfachste Weg ist fertig kaufen. Aber ich empfehle selber Bauen. da bekommt ihr quasi ne einkaufsliste und müsst das zeug dann bestellen und zusammenbauen. Wer einen Rechner bauen kann, der kann (vorausgesetzt er kann auch Löten) auch einen Drohne selber bauen. ABER informiert euch über die verschiedenen Komponenten und gerade was aktive Komponenten angeht, gelten bestimmte Vorschriften in Bezug auf Sendeleistung, Frequenzen und Protokolle! Auf den Youtube-Kanälen gibt es tonnenweise Infos dazu.

Kosten?

Wenn Ihr sparsam seid und vor allem trotzdem gute Komponenten kauft, seid ihr bei ca. 400€ -500€ all inklusive. Ihr braucht neben der Drohne mindestens einen Akku, Ladegerät für den Drohnenakku, Sender, Ladegerät für den Senderakku und Ersatzmaterial...Stichwort Propeller. Dabei ist die FPV-Brille nicht mit drin. Ich habe mir mangels finanzieller Mittel ein kleines Modul für 20€ gekauft, mit dem ich am Telefon oder Laptop die Videodaten empfangen kann. Das ist zwar nicht "gefühlsecht" aber es macht trotzdem einen riesen Spaß!

Wartezeit...Mist...Corona, da war ja was

Bei mir hat sich der bau vom Planen bis zum Fliegen ca. 4 Monate hingezogen. Da ich andere Prioritäten habe als gleich 500€ für einen Spaß auszugeben, habe ich mir die Komponenten nach und nach monatlich besorgt....dazu kamen noch die üblichen Lieferschwierigkeiten.

Montage

Der Zusammenbau hat dann ca. 1/2 Tag gedauert und die Programmierung noch einen weiteren Tag bis alles gepasst hat und ich zumindest die wichtigen Grundfunktionen verstanden habe.

Test 1

Der erste Testflug wird unter direkter Sicht am besten alleine und mit einer kurzen Checkliste gemacht, damit man nichts vergessen kann. Dann erstmal Schweben und gucken wie das Ding sich am besten Steuern lässt und wie es sich "anfühlt" in der Luft. Danach kann man ne Landung probieren und beim zweiten Flug Kurven und Kreise. Es ist keine Kunst die Drohne irgendwie in der Luft zu halten. Interessant wird's wenn sie Genau geflogen werden soll. Da sollte man sich Zeit lassen und viel viel üben!

Absturz 1

Ich habe natürlich gleich etwas übertrieben und die Drohne mit ordentlicher Beschleunigung geflogen...bis ich beim Vorwärtsflug etwas zu sehr gedrückt habe und mir der Planet im Weg stand. Ein dumpfes "Buff" viel Staub und die Feststellung meiner Fernsteuerung mit der Meldung "Telemetrie Lost" waren dann die Folge.

Test 2

Beim zweiten Test sollte ne GoPro mitfliegen weil ich die Drohne im Normalflug bereits gut im Griff hatte. Naja...die Batterie der GoPro war tot...also keine Aufnahmen davon. aber sie Flog beide Akkus fast ohne Zwischenfall!

Absturz 2

Fast ohne Zwischenfall bedeutet...Siehe "Absturz 1".

Test 3...und Läuft...

Die Drohne hab ich dann repariert, die angeknickten Propeller gewechselt und seit dem Fliegt sie...ja in der Zwischenzeit standen auch Bäume und Gras und eine Scheune im Weg, aber Sie fliegt und ich habe nur leichte Berührungen gehabt.

Fazit

Wenn Ihr Interesse an einem spannenden Hobby habt und interessanten Herausforderungen, fliegerisch wie technisch. Oder wenn Ihr bereits RC-Piloten seid und euer Portfolio erweitern wollt. Definitiv machen! Dringende Empfehlung. Wenn Ihr ein kurzweiliges Spielzeug für euch oder Kinder sucht...Finger weg. Dann ist das zu komplex und vor allem zu gefährlich. Diese Drohnen sind echt kein Spaß mehr wenn etwas wichtiges wie Fahrzeuge, Menschen, Tiere, oder Muddis Kristallglas im weg steht. Fliegerisch ist sie mit Vorsicht zu genießen wenn man noch nie ein Ferngesteuertes Modell in der Hand hatte. Sie ist super schnell außerhalb der Sichtweite oder zumindest so weit weg, das Ihr nicht mehr wisst in welcher Fluglage sie sich befindet. Das fliegen mit Kamera ist am Anfang sehr schwierig, weil man keine Tiefendarstellung hat. Durch das fehlende dreidimensionale Sehen, kann die Entfernung nur mit viel Flugerfahrung richtig eingeschätzt werden. Ich habe das Glück auf dem eigenen Grundstück einen Hektar Wiese mit Obstbäumen zu haben...aber auch da war ich überrascht, wie schnell 150m mit der Drohne zu ende sind!

Meine Drohne,... sieht schon etwas benutzt aus